|
Informationen
Hauptmenü
Login
Die meistgelesensten Themen
Statistik
| Heute : |
660 |
| Gestern : |
898 |
| Diese Woche : |
5105 |
| Diesen Monat : |
19816 |
| Gesamt : |
4976821 |
| Durchschnitt : |
817 |

|
Erweisen Sie Ihren Verstorbenen die letzte Ehre
Trauer & Gedenken ist die größte Wertschätzung
|
|
|
|

| Politiker Gräber - Politikerinnen Gräber : Badri Patarkazischwili ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige |
| Geschrieben von Friedhof am 28.03.2008 15:23 (8890 x gelesen) |
 Arkadi (Badri) Patarkazischwili (georgisch ბადრი პატარკაციშვილი; * 31. Oktober 1955 in Tiflis; † 12. Februar 2008 in Leatherhead, England) war ein georgischer Geschäftsmann. Der frühere russische Oligarch betätigte sich als Philanthrop und war seit 2004 Präsident des Georgischen Olympischen Komitees und des Georgischen Unternehmerverbandes.
Russischer Oligarch
Patarkazischwili legte das Abitur an der Tiflisser 1. Oberschule ab, studierte an verschiedenen Universitäten. Ab 1988 lebte er in Russland und arbeitete zunächst als Kfz-Mechaniker in einer Reparaturwerkstatt. Ab 1993 war er im Gebiet Moskau gemeldet. 1994 wurde er Assistent des russischen Finanzmoguls Boris Abramowitsch Beresowski. Er saß im Vorstand des Handelsunternehmens LogoVAZ und des Ölkonzerns Sibneft, war Vorstandsvorsitzender des privaten Fernsehsenders TV-6. 1998 wurde er stellvertretender Generaldirektor des halbstaatlichen Fernsehsender ORT. Dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch war er beim Einstieg in den Aluminiumkonzern Rusal behilflich.
Georgischer Medienunternehmer
2000 verlegte Patarkazischwili seinen Wohnsitz nach Tiflis. 2002 gründete er dort die Imedi Media Holding, Eigentümerin der Radiostation Imedi (dt. Hoffnung), des privaten Fernsehsenders Imedi TV, einer Zeitschrift und einer Nachrichtenagentur. Der Sender erhielt eine günstige Frequenz und erreichte ab 2003 90% der georgischen Haushalte. Inzwischen hat er die zweitstärksten Quoten im Lande. Nahe dem Badeort Ureki an der Küste des Schwarzen Meeres errichtete er zwischen 2003 und 2004 eine neue Stadt, die ebenfalls den Namen Imedi trägt.
Philanthrop
Patarkazischwili sponserte Georgiens Sport, Kultur und Staat. Er gründete die Badri-Patarkazischwili-Stiftung, die Erdbebenopfer, den georgischen Zirkus, internationale Kulturfestivals, die Renovierung von Kirchengebäuden und die Veröffentlichung wissenschaftlicher Werke finanziert. 2001 erwarb er den Fußballverein Dinamo Tiflis. 2002 unterstützte er die Tiflisser Stadtverwaltung bei der Abzahlung von Schulden bei russischen Energieunternehmen, 2003 stiftete er dem georgischen Innenministerium mehrere Geländewagen und 2005 bezahlte er die Reparatur der Tiflisser Standseilbahn auf den Berg Mtazminda.
Der Geschäftsmann übte verschiedene Ehrenämter aus. Er war Mitglied der International Academy of Television Arts & Sciences, die jährlich die Emmy Award Gala in New York ausrichtet. Seit 2001 war er Präsident des Fußballvereins Dinamo Tiflis, seit 2004 Präsident des Georgischen Olympischen Komitees. Im selben Jahr wurde er zum Präsidenten des Georgischen Unternehmerverbandes gewählt.
Politiker
Politisch schien Patarkazischwili bis 2002 dem georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse verbunden, der sich öffentlich mehrfach lobend über den Geschäftsmann und seine Projekte geäußert hatte. Im April 2003 äußerte Patarkazischwili Sympathien für die Opposition: Er unterstütze die Ziele der Vereinten Demokraten Surab Schwanias und der Neuen Konservativen Partei Dawit Gamqrelidses. Tatsächlich soll er an viele politische Parteien Spenden zur Absicherung seiner Interessen gegeben haben.
Im Frühjahr 2003 vermittelte er ein Treffen zwischen Schwania und seinem früheren Geschäftspartner Boris Beresowski in London. Es war das erste in einer Reihe, in denen Schwania erfolgreich finanzielle Mittel für die Unterstützung demokratischer Institutionen in der Ukraine und die Kampagne des ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Wiktor Juschtschenko einwarb.
Im März 2006 brach Patarkazischwili mit den Organisatoren der Rosenrevolution in Georgien. Er warf der Regierung Saakaschwili vor, über die Steuerbehörde Druck auf die Medien auszuüben. Zugleich enthüllte er die Existenz unkontrollierter Reptilienfonds der georgischen Regierung. Geschäftsleute seien seit 2003 genötigt worden, Beiträge in Form von Geld, Aktien und Sachspenden zu leisten.
Während der Massenproteste in Georgien vom 2. bis 7. November 2007 stellte sich Patarkazischwili auf die Seite der Opposition. Am 2. November sprach er vor mehreren tausend Demonstranten vor dem georgischen Parlamentsgebäude in Tiflis, forderte die Regierung zum Dialog über Neuwahlen auf. Am 7. November leitete der georgische Generalstaatsanwalt ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen des Verdachts eines Putschversuchs ein, das am 21. Dezember eingestellt wurde. Bei den Präsidentschaftswahlen in Georgien 2008 trat Patarkazischwili als Kandidat für das Amt des Staatsoberhauptes an.
Am 24. Dezember 2007 wurden mutmaßliche Bemühungen Patarkazischwilis bekannt, Präsident Saakaschwili mit einem Staatsstreich von Spezialtruppen des Innenministeriums zu stürzen. Irakli Kodua, ein leitender Beamter im Innenministerium, präsentierte öffentlich Audioaufzeichnungen eines angeblich am Vortag stattgefundenen Gesprächs auf Patarkazischwilis Landsitz in Surrey, Großbritannien, in dem jener ihm 100 Millionen US-Dollar für den Sturz Saakaschwilis geboten haben soll, der kurzfristig mit einer Entmachtung des Innenministers beginnen sollte. Das Stadtgericht von Tiflis ordnete am 15. Januar seine Untersuchungshaft an.
Kriminelle Autorität
Nach Auffassung des Schweizer Bundesamts für Polizeiwesen war Patarkazischwili eine „kriminelle Autorität“ und soll eine Brücke zwischen kriminellen und legalen Strukturen dargestellt haben. Nach Recherchen des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB hatte er enge Verbindungen mit dem führenden georgisch-russischen Kriminellen Otar Kwantrischwili. Kwantarischwili half ihm, 1993 in Moskau Fuß zu fassen. Seit 1998 pflegte er enge Kontakte zu Andrei Konstantinowitsch Lugowoi, der damals Sicherheitschef des privaten russischen Fernsehsenders ORT war.
Seit Juni 2001 wurde er vom russischen Generalstaatsanwalt per Haftbefehl gesucht, weil er einem früheren Aeroflot-Manager zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen haben soll. 2002 wurde er in Russland angeklagt, in den Jahren 1994 und 1995 gemeinsam mit Beresowski und der gemeinsamen Firma LogoVAZ 2.033 Autos im Wert von 13 Millionen US-Dollar unterschlagen zu haben, die dem Automobilkonzern AutoVAZ (Lada) gehörten.
Privates
Patarkazischwili war mit I.V. Gudawadse verheiratet. Aus der Ehe entstammen die Töchter Liane (* 1980) und Inna (* 1983).
Tod
Patarkazischwili starb am 12. Februar 2008 in seinem Landhaus in Leatherhead, Surrey an einem Herzinfarkt. Im Dezember 2007 hatte er einer britischen Tageszeitung gesagt, er rechne mit einem in Georgien geplanten Mordanschlag und hatte zeitweise bis zu 120 Bodyguards beschäftigt. Georgische Oppositionspolitiker vermuteten deshalb zunächst ebenfalls einen Mordanschlag, Untersuchungen britischer Gerichtsmediziner ergaben jedoch eine natürliche Ursache.
Literatur
Paul Klebnikow: Der Pate des Kreml: Boris Beresowski und die Macht der Oligarchen. Econ, München 2001, ISBN 3430154758 Michael Ludwig: Der Pate von Tiflis. Der georgische Oligarch Badri Patarkazischwili macht mit seinem Vermögen Politik. Er finanziert die Opposition und will nun sogar Präsident werden, In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11. November 2007, Nr.45, S.12
|
|
| Politiker Gräber - Politikerinnen Gräber : Tom Lantos ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige |
| Geschrieben von Friedhof am 28.03.2008 15:18 (8672 x gelesen) |
 Thomas Peter Lantos (* 1. Februar 1928 in Budapest; † 11. Februar 2008 in Bethesda, Maryland; eigentlich: Lantos Tamás Péter) war ein amerikanischer Politiker ungarisch-jüdischer Ethnizität.
Seit 1981 war er ein Kongressabgeordneter der Demokraten, anfangs des 11., danach des 12. Wahlkreises Kaliforniens. Im Kongress führte er den einflussreichen Auswärtigen Ausschuss Lantos war während des Zweiten Weltkriegs antifaschistischer Widerstandskämpfer und KZ-Häftling.
Politische Positionen
Aufgrund seiner politischen Ansichten wurde Lantos als einer der liberaleren Kongressabgeordneten angesehen, u. a.:
hielt er den Schutz der Menschenrechte für eine politische Aufgabe von zentraler Bedeutung, unterstützte er die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und die Stammzellenforschung, sprach er sich gegen die Konstituierung des PATRIOT Acts aus, unterstützte er die Rechte sexueller Minderheiten incl. Heirats- und Adoptionsrecht, sprach er sich gegen die Todesstrafe aus, sprach er sich für die Legalisierung weicher Drogen für medizinische Zwecke aus, sprach er sich für die Beschränkung des Waffenbesitzrechts aus.
|
|
| Politiker Gräber - Politikerinnen Gräber : Alfredo Alves Reinado ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige |
| Geschrieben von Friedhof am 28.03.2008 15:16 (3876 x gelesen) |
 Alfredo Alves Reinado, auch Reinhado geschrieben; (* 1967; † 11. Februar 2008 in Dili) war ein Freiheitskämpfer des osttimoresischen Widerstands gegen die indonesische Besatzung, nach der Unabhängigkeit Osttimors Kommandeur der Marine Osttimors, später Chef der Militärpolizei und schließlich einer der Führer der Anfang 2006 revoltierenden Soldaten. Seit seinem Ausbruch aus dem Gefängnis galt er mit seinen bewaffneten Getreuen als meistgesuchter Mann des Landes. Während die internationale Friedenstruppe ihn verfolgte, galt er bei vielen Bürgern als Held und genoss auch Unterstützung von Teilen der Politik. Reinado verübte am 11. Februar 2008 ein Attentat auf Staatspräsident José Ramos-Horta, bei dem Reinado selbst ums Leben kam.
Reinado wuchs in Gleno, im Distrikt Ermera auf. In einer Aussage vor der Wahrheits- und Freundschaftskommission (Commission for Truth and Friendship CTF) berichtete er von seinen Erlebnissen während der indonesischen Besatzungszeit. Als Indonesien mit der Besetzung Osttimors 1975 begann, floh Reinados Familie zusammen mit Kämpfern der FALINTIL nach Turiscai. Reinado wurde dabei von seiner Mutter getrennt.
„Auf der Flucht wurde ich Zeuge großen Leidens: Menschen, die vor Hunger starben, Eltern, die ihre Kinder töteten, weil diese zu viel Lärm machten und die Eltern befürchteten, dies könnte das indonesische Militär auf sie aufmerksam machen; Kinder, die ihre alten Eltern zum Sterben zurückließen; verwesende Leichen.“
Als Elfjähriger verschleppte ihn ein indonesischer Offizier. Ihm musste Reinado als Diener zunächst in Osttimor, später auch auf Sulawesi und Kalimantan dienen. Reinado wurde mißhandelt und wurde wieder mehrfach Zeuge von Gewalttaten.
„Während der Zeit bei der Armee sah ich schreckliche Dinge ... während einer Operation in Turiscai sah ich, wie sie Männer an Bäume hängte und Frauen vergewaltigten. Ich sah Frauen, die von zwei oder drei Männern fortgeschleppt wurden, die mit ihnen dann machten, was sie wollten.“
Mit 18 konnte Reinado schließlich auf Kalimantan fliehen und kehrte nach Osttimor zurück, wo er auch seine Mutter wieder fand. Hier arbeitete er zunächst für seinen Onkel. Reinado schloss sich dem osttimoresischen Widerstand an. Im Juli 1995 floh Reinado mit Frau, dem ersten Sohn und 15 anderen Osttimoresen in einem Fischerboot nach Australien. Die Flucht erregte eine gewisse mediale Aufmerksamkeit, weswegen Reinado von pro-Osttimor-Kreisen als Held behandelt wurde. Reinado arbeitete in Perth auf einer Werft, bis er 1999 zum Unabhängigkeitsreferendum Osttimors in seine Heimat zurückkehrte. Reinados lebt immer noch in Australien
Nach der Unabhängigkeit Osttimors wurde Reinado Major der neu gegründeten Verteidigungskräfte Osttimors (FDTL). Er war damit einer von nur drei Soldaten aus dem Westen Osttimors (Loro Munu), die einen höheren Rang in den neuen Streitkräften bekamen. Die militärische Führung stammt durchweg aus dem Osten des Landes (Loro Sae). Reinado wurde Kommandeur der Marine, die aus zwei Schnellbooten besteht. 2003 und 2004 legte er in Australien Militärlehrgänge über Verteidigungs- und Notfallmanagement ab, im Juli 2004 wurde er auf einen Büroposten versetzt. Ab Juli 2005 absolvierte Reinado eine dreimonatige Marineausbildung am Australian Command and Staff College in Canberra. Auch durch die Streitkräfte Portugals und Brasiliens erhielt er Ausbildungen. Nach Reinados Rückkehr wurde er aber nicht wieder Marinechef, sondern sollte als Kommandant einer Militärpolizeieinheit gegen meuternde Ex-Soldaten vorgehen.
Die Unruhen von 2006
Anfang 2006 desertierten 600 der 1.600 Soldaten der Verteidigungskräfte aus Protest über die schlechten Arbeitsbedingungen und Beförderungsregelungen. Sie beschuldigen Premierminister Marí Alkatiri, er würde Soldaten aus dem Osten des Landes gegenüber jenen aus dem Westen bei den Beförderungen bevorzugen. Ende April protestierten 3.000 Menschen auf einer Demonstration in Dili, die von den inzwischen entlassenen Soldaten organisiert wurde.
Am 4. Mai desertierte Reinado zusammen mit 20 in Australien ausgebildeten Militärpolizisten, vier Polizisten und zwei Lastwagen voller Waffen und Munition. Er schloss sich den Rebellen an. Seine Basis wurde der Ort Aileu. Reinado forderte Präsident Xanana Gusmão auf, den Premierminister Marí Bin Amude Alkatiri zu entlassen und vor Gericht zu stellen. Reinado behauptet, Alkatiri habe am 28. April befohlen, auf unbewaffnete Demonstranten zu schießen. Als Militärpolizist habe Reinado Colonel Lere Anan Timor, den Stabschef von Brigadegeneral Taur Matan Ruak zu einer Besprechung mit Alkatiri begleitet. Danach habe der Colonel gesagt, er habe bereits den Befehl zum Einsatz erhalten. Falls Alkatiri nicht entlassen werden würde, drohte Reinado mit einem Bürgerkrieg. Gegenüber Präsident Xanana Gusmão nannte sich Reinado aber loyal.
Mitte Mai eskalierte die Gewalt erneut. In den folgenden Wochen blieben die Rebellen in den Hügeln bei der Hauptstadt, wo sie sich immer wieder mit FDTL-Truppen heftige Feuergefechte lieferten. Diese forderten viele Tote und Verletzte. Reinado und seine Leute verübten mehrere Angriffe auf die Hauptstadt Dili, darunter einen am 23. Mai, bei dem ein FDTL-Soldat getötet und sechs verletzt wurden.
Später zog sich Reinado mit seinen Männern in die Berge bei Maubisse zurück. Er erklärte, er wolle die Rebellion beenden, sobald Premierminister Marí Alkatiri zurückgetreten sei. Alkatiri tat dies am 26. Juni 2006, nachdem Präsident Gusmão und Regierungsmitglieder ihn unter Druck gesetzt hatten.
In der Nacht des 25. Juli wurden Alfredo Reinado und 21 seiner Männer in Dili von australischen Soldaten verhaftet. Am Tag zuvor war die Amnestie für Waffenbesitz abgelaufen. Bei den Verhafteten wurden verbotene Handfeuerwaffen und Munition sichergestellt. Reinado wurde am 27. Juli vor ein osttimoresisches Gericht geführt. Ihm drohten nun eine Haftstrafe von fünf Jahren wegen Mordes und Entwendung von Militäreigentum. 13 weitere seiner Männer wurden ebenfalls verschiedener Vergehen angeklagt. Die anderen ließ man frei.
Flucht und Tod
Am 30. August gelang Reinado die Flucht aus dem Gefängnis. Auf einem Videoband erklärte er der Nachrichtenagentur Reuters, er sei geflohen, weil er dem Justizsystem in Dili nicht vertraue. Er wolle aber für seine Taten Verantwortung übernehmen, sobald die Justiz sich entwickelt habe. Am 2. September gab Reinado dem staatlichen Fernseh- und Radiosender RTTL ein Interview, in dem er den neuen Premierminister José Ramos-Horta und dessen Regierung als unfähig bezeichnete. Währenddessen fahndeten die internationale Eingreiftruppe und die einheimischen Sicherheitsbehörden nach ihm.
Später erklärte Reinado sich bereit, im Distrikt Ermera unter Aufsicht zu bleiben. Ende Februar 2007 floh er jedoch mit seinen Leuten. Man schrieb dem Trupp einen Überfall auf zwei Posten der Grenzpolizei zu, bei dem 23 teilweise schwere Waffen gestohlen wurden. Indonesien schloss daraufhin seine Grenze zu Osttimor. Präsident Gusmão ermächtigte die internationale Friedenstruppe zur Verhaftung von Reinado und bat auch Indonesien um Unterstützung.
Am 1. März 2007 wurde Reinado in Same zusammen mit 150 Mann von der australischen Armee eingeschlossen. Zu ihm gesellten sich Gastão Salsinha, einer der Anführer der rebellierenden Soldaten, und der Parlamentsabgeordneter der Partido Social Democrata (Osttimor) PSD Leonardo Isaac, um ihn zu unterstützen. Teile der Zivilbevölkerung flohen aus dem Ort. Reinado drohte der Regierung erneut mit Bürgerkrieg. Australien warf er eine illegale Invasion in Osttimor vor. Am Morgen des 4. März stürmten australische Einheiten, unterstützt von zwei Hubschraubern und gepanzerten Fahrzeugen, den Ort. Vier Rebellen wurden getötet, doch Reinado und Salsinha konnten mit ihren Männern fliehen. Isaac blieb unverletzt. Nur einige Rebellen konnten gefangen genommen werden. In der Nacht darauf kam es zu Protesten und Ausschreitungen in Dili, Gleno und Ermera. Im April wurden wieder Verhandlungen zwischen den Rebellen und der Regierung aufgenommen. Nach der Präsidentschaftswahlen wurde bekannt, dass Reinado nun sich bereit erklärt habe sich zu ergeben. Mitte Juli ordnete Generalstaatsanwalt Longuinhos Monteiro die australischen Truppen an, die Jagd auf Reinado einzustellen. Reinado und seinen Männern wurde sicheres Geleit zugesagt. Doch nur wenige Tage später wurden Amnestie und die Zusicherung auf freies Geleit von Distriktrichter Ivo Rosa wieder mit der Begründung aufgehoben, Monteiro habe gar nicht das Recht zu dieser Zusicherung gehabt. Rosa drohte, der Vorgang müsse strafrechtlich untersucht werden. Mitte August trafen sich Reinado und Ramos-Horta, der inzwischen Staatspräsident geworden war, persönlich zu erneuten Verhandlungen.
Am 22. November 2007 führten die meuternden Soldaten eine Militärparade in Gleno durch, mit der sie deutlich machen wollten, dass sie sich immer noch als Teil der F-FDTL fühlen. Sie forderten damit die Wiederaufnahme in die Verteidigungskräfte. Reinado drohte vor 500 Zuschauern, er würde die Nation wieder destabilisieren und seine „Soldaten runter nach Dili führen“.
Am 7. Februar 2008 feuerten Männer Reinados acht Warnschüsse auf eine australische Militärpatrouille ab. Die Australier zogen sich daraufhin zurück.
Am 11. Februar 2008 verübte Reinado schließlich ein Attentat auf José Ramos-Horta. Zusammen mit einigen seiner Männer überfiel er das Wohnhaus des Präsidenten. Beim anschließenden Feuergefecht kam Reinado ums Leben. Ramos-Horta wurde schwer verletzt. Im März sollte in Dili eine Gerichtsverhandlung gegen Reinado wegen des Vorwurfs des achtfachen Mordes im Zusammenhang mit den Unruhen von 2006 beginnen.
siehe Hauptartikel: Attentat vom 11. Februar 2008 in Dili
Reinado genoss besonders in der Region von Manufahi viel Unterstützung, da er neben freundschaftlichen Verbindungen auch den Mythos um Boaventura nutzte. Der Liurai von Manufahi, der zwischen 1895 und 1912 mehrere Rebellionen gegen die portugiesischen Kolonialherren führte, wird in Osttimor als Nationalheld und Symbol des nationalen Widerstands verehrt. Reinados Anhänger zogen hier Parallelen zwischen den heutigen und den historischen Rebellen.
Über tausend Anhänger Reinados versammelten sich am 13. Februar vor seinem Haus in Dili, als dessen mit der Flagge Osttimors und Tais bedeckte Sarg hier eintraf und riefen „Viva Reinado“. Im Beisein etwa 1.000 seiner Anhänger wurde er am 14. Februar hinter seinem Haus begraben.
Persönliches
Reinados Onkel und Adoptivvater Victor Alves lebt in Dili. Reinados 11 Jahre jüngere alte Ehefrau Maria „Netty“ Reinado lebte seit Mai 2006 mit den vier Kindern in Perth. Maria lernte Alfredo im Alter von 15 Jahren kennen und heiratete ihn am 24. Mai 1995. Der älteste Sohn José wurde gerade in die High School eingeschult. Die weiteren Kinder sind Donovan, Tiffany und die 14-monatige Felicity, die ihren Vater sie niemals sah. Der Antrag auf Asyl der Familie wurde abgelehnt.
Alfredo Reinado hatte in seinem Nacken drei „x“ tätowiert. Vorbild dafür war die Figur des Xander Cage aus dem Spielfilm xXx – Triple X von 2002. |
|
| Politiker Gräber - Politikerinnen Gräber : Stefan Meller ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige |
| Geschrieben von Friedhof am 28.03.2008 14:22 (2577 x gelesen) |
 Stefan Meller (* 4. Juli 1942 in Lyon; † 4. Februar 2008 in Warschau) war ein polnischer Historiker und Diplomat. Vom 31. Oktober 2005 bis zum 9. Mai 2006 war er Außenminister Polens im Kabinett des Ministerpräsidenten Kazimierz Marcinkiewicz.
Meller stammte, gleich seinem Vorgänger Adam Daniel Rotfeld, aus einer polnisch-jüdischen Familie, die am Vorabend des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich emigrierte, wo sein Großvater lebte, der 1943 von den Nazis deportiert und umgebracht wurde. Sein Vater schloss sich der Résistance an. Die Familie kehrte 1946 nach Polen zurück, wo er Geschichte an der Universität Warschau studierte. Von 1966 bis 1968 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Polnischen Instituts für Internationale Angelegenheiten (Polski Instytut Spraw Międzynarodowych, PISM) in Warschau, anschließend Mitarbeiter der Warschauer Unifiliale in Białystok (1974–1981). Von 1981 bis 1984 fungierte er als Prorektor der Staatlichen Theaterhochschule in Warschau. Parallel dazu arbeitete er im publizistischen Bereich, u.a. als langjähriger Mitherausgeber der wichtigsten populärwissenschaftlichen historischen Zeitschrift Polens, Mówią Wieki. Seit Januar 1993 war er im Außenministerium als Vizedirektor, später als Direktor der Europa-Abteilung und Unterstaatssekretär beschäftigt. 1996 wurde er polnischer Botschafter in Frankreich. Nach einem erneuten einjährigen Aufenthalt in der Warschauer Ministeriumszentrale ernannte man ihn 2002 zum Botschafter in Russland. Nach knapp halbjähriger Amtszeit trat er Ende April 2006 von seinem Posten als Außenminister zurück, weil er mit dem Eintritt der Partei Samoobrona des Populisten und EU-Kritikers Andrzej Lepper in die Regierung nicht einverstanden war. Als Beiratsmitglied der Stiftung Genshagen setzte er sich für die deutsch-französisch-polnische Verständigung ein und hat das Weimarer Dreieck entscheidend mitgeprägt.
Meller war verwitwet und hatte drei Kinder. Er starb nach langer und schwerer Krankheit. Sein Sohn Marcin Meller ist der Chefredakteur der polnischen Ausgabe des Playboy.
Werke
Francúzska revolúcia 1789–1794, občianska spoločnost, 1989 (Französische Revolution) Kamil Desmoulins, Warschau 1982 Pożegnanie z rewolucją, Chotomów 1991 (Abschied von der Revolution) Prawda ukryta czyli Tajemnice komuny, Warschau 1990 (Versteckte Wahrheit oder die Geheimnisse des Kommunismus) Rewolucja francuska 1789–1794, społeczeństwo obywatelskie, Warschau 1983 (Französische Revolution 1789–1794, bürgerliche Gesellschaft) Rewolucja w Dolinie Loary: miasto Chinon 1788–1798, Warschau 1987 (Revolution im Loire-Tal: die Stadt Chinon 1788–1798) Zaledwie minuta, Warschau 2006 (Knapp eine Minute)
|
|
| Politiker Gräber - Politikerinnen Gräber : Peter Thomas, Baron Thomas of Gwydir ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige |
| Geschrieben von Friedhof am 28.03.2008 14:21 (2332 x gelesen) |
 Peter John Mitchell Thomas (* 31. Juli 1920, † 4. Februar 2008) war ein britischer Politiker der Konservativen Partei.
Thomas erhielt seine Schulausbildung im Epworth College in Rhyl und im Jesus College in Oxford. Danach diente er der der britischen Luftwaffe RAF im 2. Weltkrieg, wobei er von 1941 bis 1945 als Kriegsgefangener in Deutschland war. Nach dem Krieg arbeitete er als Rechtsanwalt.
1951 wurde er als Abgeordneter für den Wahlkreis Conway ins britische Parlament gewählt. 1959 bis 1961 war er Staatssekretär im Arbeitsministerium . 1963 bis 1964 war er Außenminister im Foreign and Commonwealth Office. 1966 verlor er seinen Sitz im Parlament, kehrte aber 1970 für den Wahlkreis Hendon South in das Parlament zurück. Abgeordneter blieb er bis 1987. Er war Vorsitzender der Conservative Party von 1970 bis 1972 und von 1970 bis 1997 Minister für Wales.
1987 wurde Thomas in den Adelsstand erhoben.
|
|
|
Die Inhalte der Todesanzeigen werden recherchiert aus freien Quellen, Zeitungsberichten, Internetseiten, Wikipedia usw. Sollten Sie Ergänzungen haben, so können Sie diese gerne als Kommentar einreichen. Vielen Dank für die Unterstützung
|
|
Suche
Trauer Hilfen
Die aktivsten Themen
|