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Gräber von Geistlichen, Pfarren und Seelsorgern


Bücher zum Thema Trauer, Biografien







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Geistliche Gräber : Chad Varah ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige
Geschrieben von Friedhof am 02.12.2007 00:03 (951 x gelesen)
Geistliche Gräber

Chad Varah CH CBE (* 12. November 1911 in Barton-on-Humber/North Lincolnshire/England; † 8. November 2007 in Basingstoke, Hampshire) war ein britischer anglikanischer Geistlicher, der die weltweit erste Telefonseelsorge begründete.

Varah, ältestes von neun Kindern, deren Vater ebenfalls Priester war, wurde am Workshop Collage (im Norden der Grafschaft Nottinghamshire) sowie am Keble College der Oxford-Universität ausgebildet und 1936 ordiniert.

Er wurde 1953 Vorsteher der Kirchengemeinde St. Stephen Walbrook in der Londoner City und blieb dies bis 2003.

Ebenfalls 1953 gründete Varah mit den „Samaritans“ die erste rund um die Uhr erreichbare und nicht–klerikale Telefonseelsorge der Welt, nach deren Muster sich viele weitere bildeten.


Trivia

1994 verheiratete er die einzige Tochter Prinzessin Margarets, Lady Sarah Frances Elizabeth Chatto, geb. Sarah Armstrong-Jones, mit dem Schauspieler Daniel Chatto.


Werke

Chad Varah: Samariter. Hilfe durchs Telefon. Kreuz Verlag, Stuttgart/Berlin 1966
Chad Varah (Hrsg.): The Samaritans in the '70s: To Befriend the Suicidal and Despairing. Constable, London 1973, ISBN 0094583307
Chad Varah (Hrsg.): Samaritans in the 80's To Befriend the Suicidal and Despairing. Constable, London 1980, ISBN 0094631301
Chad Varah: Before I Die Again: The Autobiography of the Founder of the Samaritans. Constable, London 1992, ISBN 0094705801

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Geistliche Gräber : Werner Jacobs ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige
Geschrieben von Friedhof am 02.12.2007 00:02 (3508 x gelesen)
Geistliche Gräber

Werner Jacobs (* 17. April 1913 in Kassel; † 7. November 2007 in Fulda) war ein römisch-katholischer Geistlicher und Theologe. Er war von 1966 bis 1976 Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Fulda, der heutigen Theologischen Fakultät Fulda.

Jacobs studierte Theologie und Philosophie am Priesterseminar in Fulda, an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – unter anderem bei Martin Heidegger – und an der Universität Jena. Am 21. Dezember 1938 empfing er die Priesterweihe im Dom St. Salvator und St. Bonifatius zu Fulda durch Bischof Johann Baptist Dietz. Er war zunächst als Kaplan in Jena tätig, ab 1941 in Mittelkalbach und Neuhof. 1944 wurde er Pfarrer in Sömmerda in Thüringen. 1950 wurde er an der Universität Jena mit der Arbeit "Die Grundlegung des Systems der Logik durch Martin Honecker" zum Dr. phil. promoviert. Er wurde anschließend Subregens am Fuldaer Priesterseminar. 1952 erfolgte die Ernennung zum Dompräbendaten.

Bereits seit Anfang der 1950er Jahre hatte Jacobs einen Lehrauftrag für Ethik, Pastoraltheologie und Homiletik an der Fuldaer Hochschule inne. 1957 wurde er zum Professor für Philosophie an die Philosophisch-Theologische Hochschule Fulda berufen. Von 1966 bis 1976 war er der Rektor der Hochschule und zusammen mit Bischof Adolf Bolte wesentlich an ihrer Entwicklung als eine eigenständige "Persona moralis in ecclesia" beteiligt. Jacobs war Initiator des heute noch erfolgreich durchgeführten Kontaktsuidums an der Theologischen Fakultät. 1981 wurde er emeritiert.

1966 wurde er von Papst Paul VI. zum Päpstlichen Kaplan "Monsignore" ernannt. 1979 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Päpstlichen Ehrenprälaten.

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Geistliche Gräber : Stephanos Mar Theodosius ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige
Geschrieben von Friedhof am 01.12.2007 23:48 (1331 x gelesen)
Geistliche Gräber

Stephanos Mar Theodosius (* 2. Oktober 1924 in Pathamootom, Kottayam, Indien; † 5. November 2007 in Maskat, Oman) war orthodoxer Priester der Malankara Orthodox-Syrischen Kirche und Metropolit von Kalkutta.

Theodosius empfing nach seinem Studium und Promotion in Indien und den USA 1947 die Priesterweihe durch Katholikos Baselios Geevarghese II.. Von 1967 bis 1972 war er in der Seelsorge in Bahrain tätig.

Er war im Juli 1972 Gründer der Misson St. Thomas im Norden Indiens, die ihre Tätigkeiten auf Madhya Pradesh, Orissa, Bihar, Westbengalen, Assam und Nagaland ausdehnte. 1975 legte er vor Daniel Mar Philexinos seine Profess als Ramban (Mönch) ab und wurde zum Bischof von Niranam ernannt. 1976 wurde er zum Metropoliten der Diözese Madras und 1979 zum Metropoliten von Kalkutta ernannt.

Er starb an den Folgen eines Herzinfarkts auf einer Reise nach Maskat im Oman, um die Feierlichkeiten zum 105. Todestag von Parumala Mar Gregorius, dem ersten Heiligen der Malankara Orthodox-Syrischen Kirche, zu organisieren.

Mar Theodosius galt als engagierter Priester, Bischof, Lehrer und Sozialarbeiter. In über 60 Jahren als Geistlicher hat er zahlreiche Schulen und Missionszentren im nördlichen Indien ins Leben gerufen. Er war langjähriger Direktor der St. Thomas Mission und Rektor des St. Thomas College in Bhilai.

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Geistliche Gräber : Oreste Benzi ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige
Geschrieben von Friedhof am 01.12.2007 23:39 (1688 x gelesen)
Geistliche Gräber

Oreste Benzi (* 7. September 1925 in San Clemente, Provinz Rimini; † 2. November 2007 in Rimini) war ein italienischer römisch-katholischer Geistlicher. Er wurde als „Antiprostitutions-Priester“ bekannt und war der Gründer der Assoziation Comunità Papa Giovanni XXIII. (Assoziation “Kommunität Papst Johannes XXIII.“).

Oreste Benzi wurde als siebtes von neun Kindern in einen Arbeiterhaushalt in San Clemente in der Nähe von Rimini geboren. 1937 trat er als Zwölfjähriger in das Seminar in Rimini ein. Die Priesterweihe empfing er am 29. Juni 1949. Er war zunächst als Kaplan in der Pfarrgemeinde San Nicolò a Rimini tätig, ab 1950 war er Lehrer im Priesterseminar in Rimini und Beauftragter für die Jugendarbeit in Rimini, 1953 wurde er Spiritual des Seminars und Lehrer an der Schule S. Giovanni Bosco in Rimini.

Benzi gründete 1968 die Gemeinschaft Comunità Papa Giovanni XXIII., benannt nach Papst Johannes XXIII.. Diese Gemeinschaft kümmerte sich insbesondere um Prostitutierte, Drogenabhängige und gefährdete Jugendliche. Anfangs war die Gemeinschaft nur in Italien aktiv, wo sie heute Sozialhäuser sowie Wohngemeinschaften für ehemalige Drogenabhängige betreibt. Mittlerweile ist sie aber in über 20 Ländern auf allen Kontinenten präsent, vor allem in Kenia, Tansania, Sambia, Brasilien, Bangladesch, Russland, China und Indien, und betreut 200 „Häuser der Familie“, 32 therapeutische Gemeinschaften, sechs Häuser des Gebets, sieben Häuser der Bruderschaft und 15 soziale Kooperativen. Das von ihm iniitierte „Projekt Rainbow“ betreute Hilfsprogramme für Aidswaisen in Sambia, Kenia und Tansania.

In seinen letzten Lebensjahren setzte Benzi sich insbesondere für durch Prostitution ausgenutzte Frauen und Mädchen aus Osteuropa und Afrika ein. Auf seine Initative hin fand 2005 eine erste Vatikankonferenz über Seelsorge für Straßenprostituierte statt.
Bekannt war er auch für seine Arbeit mit Roma und Sinti.

Zum Tod des Geistlichen hat auch der Vatikan kondoliert

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Geistliche Gräber : Chinmoy ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige
Geschrieben von Friedhof am 02.11.2007 02:04 (1051 x gelesen)
Geistliche Gräber

Chinmoy (eigentlich Chinmoy Kumar Ghose; * 27. August 1931 im Dorf Shakpura, Bengalen; † 11. Oktober 2007 in Queens, New York) war ein indischer Guru, der lange Zeit in den USA lebte. Er war der Begründer der nach ihm benannten Sri-Chinmoy-Gemeinschaft.

Er wurde als jüngstes von sieben Kindern in einem Dorf im ostbengalischen Distrikt Chittagong geboren. Im Alter von zwölf Jahren wurde er Waise und trat zusammen mit einigen seiner Geschwister dem Aurobindo-Ashram in Puducherry (Südindien) bei, wo er die nächsten zwanzig Jahre verbrachte. Schon als Kind habe er tiefe mystische Erfahrungen gehabt (Melton, 1991, S.96). Dort erhielt er neben Sport, Musik und Malerei auch eine Schulung in Meditation. Er habe dann, nach intensiver Praxis der Meditation, den Zustand des Nirvikalpa Samadhi erreicht, den höchsten mystischen Zustand der mit dem Handeln in der phyischen Welt vereinbar ist (Jackson, S. 3). Einem inneren Ruf folgend ging er 1964 nach New York, wo er drei Jahre später das erste Sri Chinmoy Centre gründete. Sechzig weitere Zentren, in denen hauptsächlich Meditation gelehrt und sportliche Ereignisse organisiert werden, sollten weltweit folgen.


Lehre und Aktivitäten der Sri-Chinmoy-Gemeinschaft

Im Vordergrund der Lehre sollen Meditation, Weltfrieden und Harmonie stehen. Es sei nicht nur möglich, sondern das Schicksal der Welt als Familie zusammenzuleben und zusammen Frieden anzustreben. Durch Meditation seien Frieden, Glück, inneres Licht und universale Liebe erreichbar. Diese seien vom Menschen auf die Welt übertragbar.


Verhältnis zu den Anhängern

Chinmoy nennt die ihm ergebenen Anhänger Kinder. Er akzeptiert angeblich andere Religionen und Lebensweisen, aber erwartet von seinen Anhängern doch seinen eigenen Regeln und Idealen zu folgen, so verlangt er von ihnen unter anderem regelmäßige Meditation, Arbeit, vegetarische Ernährung und sexuelle Enthaltsamkeit.


Verbindung zwischen Meditation, Sport und Musik

Meditation wird mit Literatur, Musik und Sport verbunden. Auf Webseiten der Chinmoy-Organisation werden zahlreiche Rekorde für Chinmoy reklamiert. In den letzten 20 Jahren soll er über 700 Weltfriedenskonzerte gegeben haben, bei denen er pro Konzert ca. 20 Instrumente spielt. Meist spielt er dabei eigene Kompositionen. Er habe inzwischen über 19 000 Lieder in bengalischer und englischer Sprache komponiert, 700 Bücher geschrieben (zumeist Mitschriften seiner Vorträge). Seit 1977 widme sich ein von ihm inspiriertes Sri-Chimnoy-Marathon-Team hunderter Langstreckenläufe in der ganzen Welt. Hervorzuheben sei das längste Straßenrennen der Welt, der 3 100-Meilen-Lauf (4 987 km) über einen Zeitraum von 52 Tagen. Alle zwei Jahre veranstaltet Chinmoy die Sri Chinmoy Oneness Home Peace Run Läufe, die zum Ziel haben, den Frieden mit Hilfe einer brennenden Fackel von Land zu Land zu tragen. Auch als angeblicher Weltrekordhalter in verschiedenen freien Disziplinen des Gewichthebens wird der über Siebzigjährige auf derartigen Seiten bezeichnet. Ziel der sportlichen Betätigung sei die physische Fitness als Grundlage für meditative Erfahrung und Selbst-Transzendierung.


Kritik

Der Organisation wird von staatlichen und privaten Stellen vorgeworfen, eine Sekte zu sein, die ihre Anhänger in eine gefährliche Abhängigkeit gegenüber dem Guru und der Sektengemeinschaft bringe, und ihre Veranstaltungen als scheinbar unverfängliche Lockmittel zur Anwerbung neuer Mitglieder einzusetzen.

Von Anhängern werde erwartet, die Chinmoy-Meditationszentren regelmäßig zu besuchen, und ihr Leben an den relativ strengen Regeln auszurichten. So sei Sex - auch unter Eheleuten - im Laufe der Zeit auf ein Minimum zu reduzieren, und möglichst solle dem Geschlechtsakt gänzlich entsagt werden. Koffein, Alkohol, Zigaretten sowie Kinobesuche seien zu vermeiden, die Ernährung soll ausschließlich ovo-lakto-vegetarisch erfolgen.

Einige Aussteiger berichten, Chinmoy selbst halte sich hingegen nicht an diese Regeln und missbrauche seine spirituelle Autorität, um sich einzelne Anhängerinnen sexuell gefügig zu machen. Chinmoy weist die Anschuldigungen über seine Anwälte zurück, er lebe streng enthaltsam.

Ferner berichten ehemalige Anhänger, dass Kontakte zu Nicht-Anhängern verpönt seien, was zu einer Entfremdung der Mitglieder gegenüber ihren früheren Angehörigen und Freunden führe. Wer sich nicht mehr bei Sri Chinmoy beteilige, werde oft noch über lange Zeit seitens der Chinmoy-Gesellschaft angesprochen.

Chinmoy bezeichne sich wahrheitswidrig als Meditationslehrer der UNO; tatsächlich führt er lediglich Meditationsstunden in frei anmietbaren Räumen der UNO durch. Um Nähe zu bekannten Persönlichkeiten vorzugeben, lasse er Fotos veröffentlichen, auf denen er mit solchen (z.B. dem Papst oder dem UNO Generalsekretär) zu sehen ist. Solche Fotos seien oft dadurch entstanden, dass Chinmoy sich solchen Persönlichkeiten genähert und ihnen, zu deren Überraschung, ein Buch oder eine Schallplatte in die Hand gedrückt habe.

Chinmoys angebliche Rekorde im Gewichtheben seien nicht objektiv nachprüfbar. Die Qualität seiner Konzert-Darbietungen führten dazu, dass grosse Teile des Publikums schon frühzeitig den Saal verlassen würde.


Bedeutende Anhänger

Die Musiker John McLaughlin und Carlos Santana waren zeitweise Anhänger von Sri Chinmoy.


Schriften

Sri Chinmoy: Meditation: Menschliche Vervollkommnung in göttlicher Erfüllung. 3. Auflage. Sri Chinmoy Verlag, Zürich/Nürnberg/Wien 1987. ISBN 3-72610005-9


Literatur

Shyam Dua: "The Luminous Life of Sri Chinmoy", Tiny Tot Publications, Delhi, 2005
J. Gordon Melton: Religious Leaders of America. Detroit: Gale Research 1991. S. 96-97.
Devon Jackson: Bless You Sir, May I Jog Another? Outside Magazine, Oktober 1996.
Reinhart Hummel: Gurus, Meister, Scharlatane, Herder 1996, ISBN 3451260379
Thomas Gandow: Guru Chinmoy und die Sri-Chinmoy-Bewegung. Oneness-Home-Friedenslauf - Friedenskonzerte - UNO-Meditation, Münchener Reihe 1993, ISBN 3583-50657-X
Alexander Kahr: "Mein Wille geschehe! Ein Aussteigerbericht über den Spirituellen Weg Sri Chinmoys", ISBN 3-902305-00-2

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