
Don Jorge de Bagration y di Costafiorita (gebürtig Giorgi Bagration-Muchrani; * 22. Februar 1944 in Rom; † 16. Januar 2008 in Tiflis) war selbsternannter Chef des ehemaligen Königshauses von Georgien. Er besaß die spanische Staatsbürgerschaft und betätigte sich bis in die 1980er-Jahre hinein erfolgreich als Motorsportler.
Er wurde als einziger Sohn des ehemaligen georgischen Fürsten Irakli Bagration-Muchrani (1909–1977) und der italienischen Gräfin Maria Antonietta Pasquini dei Conti di Costafiorita (1911–1944) in der Emigration geboren. Seine Mutter verstarb bei der Geburt. Seine Stiefmutter wurde 1946 Infantin Maria de las Mercedes von Spanien (1911–1953), Tochter des Prinzen Ferdinand von Bayern und der spanischen Infantin Maria Theresa, einer Tochter König Alfons XII..
1959 begann er eine Motorsportkarriere. Er fuhr zunächst Motorräder und ab 1963 Rennwagen. Zweimal versuchte er vergeblich an Formel-1-Rennen teilzunehmen. Seinen ersten Versuch unternahm er 1968 beim Großen Preis von Spanien mit einem Lola-Rennwagen, den zweiten 1974 mit einem Surtees TS16. 1970 konnte de Bagration auf einem Porsche 908 nach vier Wertungsläufen in Interlagos hinter Emerson Fittipaldi Vizemeister der sogenannten COPA BRASIL Championship in Brasilien werden.
1979 und 1981 gewann er auf einem Lancia Stratos HF die spanische Rallye-Meisterschaft. 1982 zog er sich aus dem Motorsport zurück, um sich in den 1980ern einen Namen als Public-Relations-Direktor für Fiat-Spanien und -Portugal zu machen.
1995 besuchte er erstmals Georgien, um die Asche seines Vaters dort zu begraben. In der Nähe von Tiflis errichtete er dann seinen Wohnsitz.
erfasst von Martin Brotzler
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