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Prominente Gräber : Khun Sa ist tot (gestorben), Internet Grab Friedhof, Nachruf und Kondolenz, Trauer Todesanzeige
Geschrieben von Friedhof am 02.11.2007 03:07 (1279 x gelesen) Artikel vom selben Autor
Prominente Gräber

Chang Shi-Fu alias Khun Sa (* 17. Februar 1933; † 26. Oktober 2007 in Rangun) war ein ehemaliger Politiker, Rebellenführer und der Gründer der Shan United Army und der Muang Tai Army, auch Mong Tai Army (MTA) genannt, in Myanmar, dem ehemaligen Birma. In seinen „Glanzzeiten“ Anfang der 1990er-Jahre galt er als der größte Heroinschmuggler aller Zeiten und verfügte über eine eigene Armee mit 10.000 Mann.

Khun Sas Vater war chinesischer Herkunft, seine Mutter entstammte einer adligen Shan-Familie. In seiner Jugend kämpfte er auf Seiten der nationalchinesischen Kuomintang, gründete aber später seine eigene, ein paar hundert Mitglieder umfassende Miliz, die Shan United Army. 1963 unterstellte er seine Miliz dem Ka Kwe Ye, einem Programm von General Ne Win, dem damaligen Premierminister von Birma, welches die Bildung von lokalen Milizen förderte, die die Militärregierung im Kampf gegen die Shan-Rebellen unterstützen sollte. Khun Sa erhielt Geld, Waffen und Uniformen von der Militärregierung. Nachdem seine Einheit auf 800 Mann angestiegen war, entzog er dem birmanischen Militär seine Unterstützung, besetzte Gebiete im Shan-Staat und im Wa-Staat und nahm die Produktion von Opium auf. 1967 war er mit seiner Privatarmee in Kämpfe mit Teilen der Kuomintang verwickelt. Nach mehreren entscheidenden Niederlagen war seine Armee fast am Ende. 1969 wurde er vom birmanischen Militär verhaftet. Nach der gelungenen Geiselnahme zweier russischer Doktoren, durchgeführt von seinem Stellvertreter, kam er 1973 in Freiheit. 1976 war er wieder aktiv im Drogenschmuggel und in der Drogenproduktion in seinem neuen Hauptquartier an der thailändisch-birmanischen Grenze in Ban Hin Taek in der Nähe von Mae Salong in der thailändischen Provinz Chiang Rai. Seine Armee führte parallel einen bewaffneten Kampf für größere Autonomie des Shan-Volks gegen die birmanische Militärregierung und gegen seine Todfeinde, die Milizen der United Wa State Army. 1982 wurde Khun Sa nach dreitägigen heftigen Kämpfen von der thailändischen Armee aus Ban Hin Taek vertrieben. 1985 gründete er mit anderen Shan-Rebellen die Muang Tai Army. Sein neues Hauptquartier legte er in das in den Bergen nördlich der thailändischen Provinz Mae Hong Son gelegene Homong.

1989 wurde Khun Sa wegen der illegalen Einfuhr von 1000 Tonnen Heroin in die USA in Abwesenheit angeklagt. Khun Sa bot daraufhin der US-Regierung seine ganze Heroinproduktion zum Kauf an. Die Shan seien von der Heroinproduktion abhängig, wäre dies doch die einzige Möglichkeit, ihren Kampf gegen die birmanische Militärdiktatur zu finanzieren.

1994 führte die amerikanische Drug Enforcement Administration (DEA) die sogenannte „Operation Tiger Trap“ durch. Am 27. November 1994 wurden Anhänger von Khun Sa auf thailändischem Boden von thailändischen Sicherheitsorganisationen und der DEA verhaftet und ihre Vermögenswerte beschlagnahmt. 13 Verdächtigte wurden später an die USA ausgeliefert. Nach einer Rebellion innerhalb der Mong Tai Army im Jahre 1996 musste sich Khun Sa dem myanmarischen Militär ergeben. Trotz eines Kopfgelds der USA in Höhe von zwei Millionen Dollar durch die DEA wurde Khun Sa nicht an die USA ausgeliefert.

Die Gebiete der ehemaligen MTA wurden von der United Wa State Army und der Shan State Army-South übernommen. Bis zu seinem Tod lebte Khun Sa als erfolgreicher Geschäftsmann in der ehemaligen myanmarischen Hauptstadt Yangon. Er starb am 26. Oktober 2007 in Rangun. Die Todesursache ist nicht bekannt. Er litt an Diabetes und Bluthochdruck und war teilweise gelähmt.



erfasst von Martin Brotzler

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