
Helmut Faissner (* 5. Mai 1928 in Kempten im Allgäu; † 2. August 2007 in Aachen) war ein deutscher Physiker. Er war Altrektor an der RWTH Aachen.
Helmut Faissner studierte Physik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1952 wurde er dort mit der Arbeit Die anomale Dispersion an den Linien der gelbgrünen Bromdampfbanden zum Dr. rer. nat. promoviert. Anschließend arbeitete er als Assistent am Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg und am Physikalischen Institut der Universität Tübingen. 1958 erhielt er ein Stipendium beim Europäischen Forschungszentrum CERN in Genf, später übernahm er die Leitung der dortigen Neutrino-Zähler-Gruppe.
1963 wurde er auf den Lehrstuhl für Experimentalphysik an die RWTH Aachen berufen. Dort gründete er das III. Physikalische Institut mit dem Forschungsgebiet Elementarteilchenphysik. In den Zeiten der Studentenunruhen 1969 bis 1970 war er Rektor an der RWTH Aachen. 1993 wurde er emeritiert.
Faissner hinterließ Frau und drei Kinder.
Wirken
Mit seinen Forschungsarbeiten, unter anderem über die fundamentalen Naturkräfte und die kleinsten Bausteine der Materie am CERN, haben maßgeblich zum Fortschritt in der Elementarteilchenphysik beigetragen.
Helmut Faissner hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten publiziert. Er erhielt mehrere nationale und internationale Auszeichnungen, wie 1980 den Max-Born-Preis, der ihm gemeinsam von der Deutschen Physikalische Gesellschaft und dem britischen Institute of Physics (IOP) verliehen wurde. 1986 wurde er mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
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