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Politiker Gräber - Politikerinnen Gräber : Dietrich Lang ist tot (gestorben), Internet Grab, Nachruf und KondolenzDietrich Lang ist tot (gestorben), Internet Grab, Nachruf und Kondolenz
Geschrieben von Friedhof am 27.08.2007 00:15 (1719 x gelesen) Artikel vom selben Autor
Politiker Gräber - Politikerinnen Gräber

Dietrich Lang (* 23. September 1917 in Karlsruhe; † 8. August 2007) war ein deutscher Kommunalpolitiker und Jurist. Von 1961 bis 1977 war er Oberbürgermeister der Stadt Neu-Ulm.

Lang wuchs in Achern auf und kam zunächst als Richter am Amtsgericht nach Neu-Ulm. Am 5. September 1961 rückte der parteilose Lang als Nachfolger des verstorbenen Tassilo Grimmeiß in das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt. Bei den folgenden Kommunalwahllen wurde er dreimal als Parteiloser von sämtlichen Parteien zur Wahl vorgeschlagen.

In seine 16-jährige Amtszeit fallen die Eingemeindung der Orte Gerlenhofen, Finningen, Reutti, Holzschwang, Pfuhl, Burlafingen und Steinheim sowie der Verlust der Kreisfreiheit im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns. Mit dem Ziel, die deutsch-französische Aussöhnung zu stärken, betrieb er 1966 nachhaltig die Vereinbarung einer Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Bois-Colombes, die er auch über seine Amtszeit hinaus intensiv pflegte. Lang setzte entscheidende Impulse zur städtebaulichen Gestaltung Neu-Ulms. Neben der Errichtung zahlreicher öffentlicher Gebäude, so der Grund- und Hauptschule in Ludwigsfeld, der Mehrzweckhalle in Gerlenhofen, der Dreifachturnhalle in Offenhausen, der Bezirkssportanlage im Muthenhölzle oder der geeminsamen Eislaufhalle der Städte Ulm und Neu-Ulm, initiierte er insbesondere den Bau des Edwin-Scharff-Hauses als kulturellen Mittelpunkt der Stadt und betrieb die Rückholung des Werk des Bildhauers Edwin Scharff in dessen Geburtsstadt.

Neben seinen Aufgaben als Bürgermeister engagierte Lang sich auch in Spitzenpositionen verschiedener kommunaler Verbände. So war er stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister des Bayerischen Städtetags und als Sprecher der parteilosen Bürgermeister Mitglied des Präsidiums des Deutschen Städtetags.

Im Sommer 1977 zog sich Lang aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt zurück. Noch im selben Jahr wurde er anlässlich seines 60. Geburtstages zum Ehrenbürger der Stadt Neu-Ulm ernannt. Am 8. August 2007 starb Dietrich Lang wenige Wochen vor Vollendung seines 90. Lebensjahrs nach kurzer Krankheit.



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